„Fleißig arbeiten und immer schön bescheiden bleiben“……

Diese Gedanken kommen mir manchmal in den Sinn, wenn ich an Diskussionen von Frauen über ihre Karrieremöglichkeiten und  die Hürden im Zusammenhang mit dem beruflichen Aufstieg teilnehmen darf. Oft geht es dabei um Leistungen, die nicht oder zuwenig vom Vorgesetzten anerkannt werden, beruflicher Erfolg, der Kollegen oder dem gesamten Team angerechnet wird, großer Einsatz, der kaum oder keine Wertschätzung erfährt.

Grundsätzlich ist nichts gegen Fleiß und Bescheidenheit als menschliche Eigenschaft einzuwenden. Problematisch wird es, wenn diese Werte zu Hindernissen bei der Entfaltung der eigenen Potentiale werden. Fleiß und Bescheidenheit kann so schnell zum Karriere-Killer werden.

Denn: Bescheidenheit ist keine ‚Zier‘  wenn es um Ihre Karriere geht. Hier gilt ganz klar: ‚Klappern gehört zum Handwerk‘.

Leichter gesagt als getan, winken viele Frauen ab. Über die eigenen Erfolge zu reden, gelungene Projekte beim Vorgesetzten und den Mitarbeitern zu vermarkten, persönliche Leistungen hervorzuheben ist bei vielen Frauen immer noch verpönt und wird häufig als „großkotzig“ oder gar „egomanisch“ eingestuft. „Ich bin gut, ich weiß das und ich stehe zu meinen Erfolgen“ – auch 2013 kein Satz, der Frauen leicht über die Lippen kommt.

Ich kann nur dringend raten: Verabschieden Sie sich von dieser Selbstsabotage. Hinterfragen Sie kritisch Ihre Einstellung. In den seltensten Fällen werden Sie für Führungsrollen nominiert, weil Sie eifrig wie ein Bienchen rund um die Uhr arbeiten und sich dabei möglichst ruhig und unauffällig verhalten.

Wir alle tragen Muster und gesellschaftliche Prägungen in uns, die sich aus unserem Verhalten ablesen lassen und in unseren Einstellungen deutlich zeigen. Wenn Sie sich dafür entscheiden, den Karriereweg einzuschlagen und eine Führungsrolle anstreben ist es ausschlaggebend, einige dieser Haltungen über Bord zu werfen und zu lernen, Ihre Erfolge gut zu platzieren.

Gestalten Sie also Ihre Karriere auch frei nach dem Motto „Tue Gutes und rede darüber‘.

 

 

 
Vor lauter Fleiß kein Preis?
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