Mütter in Führungspositionen als Gewinn für Unternehmen

Kinder und Karriere können sich sehr gut ergänzen – Unternehmen und Mütter könnten voneinander profitieren!
Denn Mütter in Führungspositionen sind hoch engagierte und motivierte Führungskräfte. Dies zeigen die Ergebnisse der bisher umfangreichsten Untersuchung über Frauen mit Führungsverantwortung und Kindern in Deutschland:

Die Ergebnisse der vorliegenden Studie verdeutlichen, dass es sich für Unternehmen lohnt, Mütter in Führungspositionen zu beschäftigen. Die Familie sitzt ihnen nicht – wie häufig angenommen – im Nacken, sondern sie stärkt ihnen in der Regel den Rücken. Familie  erweist sich für diese Frauen als Ressource und manchmal werden die Kinder sogar zum  Karrierekick – wenn die Verantwortung für die Familie die berufliche Motivation der Frauen zusätzlich in die Höhe treibt.

Die Erfahrungen der interviewten Mütter in Führungspositionen zeigen vor allem eins: In erster Linie sind Klarheit über die eigenen Ziele und Werte und die Entschiedenheit, weder auf Kinder noch auf die Karriere verzichten zu wollen, unabdingbare Voraussetzung. Nur so bleibt die Motivation erhalten, über einen längeren Zeitraum die zum Teil extrem hohen Anforderungen, die an Mütter in Führungspositionen gestellt werden, zu bewältigen.

Eines der interessantesten Ergebnisse ist, wie stark bei den befragten Frauen familienbezogene Kompetenzen und Führungskompetenzen ineinander greifen und sich gegenseitig positiv verstärken. Gelassenheit und Organisationsfähigkeit wurden durch die Familiengründung deutlich verbessert und kommen den Frauen jetzt auch im Beruf zu Gute. Gleichzeitig verschafft die Familie Abstand zum Beruf und verhindert die Gefahr einseitiger Überlastung

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass es im beruflichen Umfeld in erster Linie an Akzeptanz mangelt. Entscheidend ist aus Sicht der befragten Müttern in Führungspositionen eine Änderung der Unternehmenskultur: 89 Prozent messen der „Akzeptanz von Familienkarrieren“ große Bedeutung bei und 80 Prozent meinen, dass „glaubhafte Vorbilder im Management“ die Vereinbarkeit wesentlich unterstützen würde. Die persönliche Förderung durch den eigenen Vorgesetzten oder andere wichtige Personen im Unternehmen war daher entscheidend für die erfolgreiche berufliche Weiterentwicklung der Frauen. Denn alle Befragten waren mit Widerständen im beruflichen Umfeld konfrontiert und erlebten, dass ihnen mit der Geburt eines Kindes automatisch ein nachlassendes Interesse an beruflichem Erfolg unterstellt wurde. Sie mussten sehr deutlich signalisieren, dass sie ihre beruflichen Ambitionen auch mit Familie verfolgen und ihre Leistung weiter ins Unternehmen einbringen wollen.

 

Mehr dazu hier: http://www.eaf-berlin.de/fileadmin/eaf/Studien/Karrierekick__Kinder_Zusammenfassung.pdf

 
KarriereK(n)ick Kinder
0 Stimmen, 0.00 durchschnittliche Bewertung (0% Ergebnis)