Karrierekorrekturen beruflich erfolgreicher Frauen in der Lebensmitte

Viele Frauen über 50, die auf eine bis dahin erfolgreiche Karriere zurückblicken, brechen genau in dem Alter die berufliche Entwicklung ab, in dem ihre männlichen Kollegen oft noch einmal durchstarten. Die vorliegende Studie macht deutlich, welche Faktoren diese Entscheidungen beeinflussen und mit welchen Barrieren Frauen im Management heute noch konfrontiert sind:

Die Frage, wie sich der Anteil von Frauen in Führungspositionen erhöhen lässt, ist derzeit so aktuell wie nie.

Angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels erkennen immer mehr Unternehmen, dass sie es sich nicht mehr leisten können, ausgerechnet in den Führungsetagen auf die Kompetenz hervorragend ausgebildeter Frauen zu verzichten. Vor diesem Hintergrund ist es unerlässlich, den Blick auch auf diejenigen Frauen zu richten, die sich bereits in Managementpositionen befinden – ohne jedoch eine Spitzenposition zu besetzen. In aller Regel sind dies Frauen im Alter zwischen 45 und 55 Jahren, die seit etwa 30 Jahren im Berufsleben stehen. Sie zeichnen sich durch eine hohe Qualifikation und vor allem einen umfangreichen Wissensschatz aus. Trotz dieser hohen Qualifikation stellen wir leider häufig fest, dass die Karriere von Frauen oft stagniert, während viele Männer zwei, drei Karrierestufen auf einmal nehmen.

Dies führt zu Unzufriedenheit mit der beruflichen Situation. Denn trotz ihres starken Engagements für den Beruf und ihre Karriere stoßen diese Frauen regelmäßig auch nach langer Zeit der Firmenzugehörigkeit an die „gläserne Decke“. Die Reaktion der Frauen 50plus auf diesen andauernden Kampf fällt unterschiedlich aus:

40 Prozent der Frauen führen den Kampf um Anerkennung und beruflichen Aufstieg trotz der Rückschläge und Nichtberücksichtigung bei Beförderungen unermüdlich fort.
30 Prozent der Frauen streben einen Wechsel in Kontrollgremien wie Betriebsrat oder Aufsichtsrat an.
Die restlichen 30 Prozent der Frauen möchten aus der aktuellen beruflichen Situation aussteigen und beispielsweise in die Selbstständigkeit oder ein Ehrenamt wechseln.

Dies bedeutet aber, dass mit Ausscheiden einer der Frauen 50plus nicht nur eine langjährige Mitarbeiterin ein Unternehmen verlässt, sondern mit ihr auch über Jahre entstandenes Wissen und Know-how verloren gehen.

Die Studie beleuchtet diese Entwicklungen und Erfahrungen, die bislang nicht bekannt waren oder so noch nicht erforscht wurden. Sie macht außerdem deutlich, wo Handlungsbedarf bei der Personalentwicklung in Unternehmen für „Managerinnen 50plus“ besteht.

Die Studie:   http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/Publikationen/publikationsliste,did=169342.html

 

 
Managerinnen 50plus
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